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F. Kafka: “流刑地에서”(In der Strafkolonie) 硏究
제주대학교 인문과학연구소 인문학연구 제7집 2001.12 pp.1-16
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In dieser Erzählung ist die Teilung der Gewalten in eine gesetzgebende, angklagende, veteidigende, richtende und vollziehende aufgehoben. Von diesem Gesichtpunkt aus betrachtet, kann man sagen, daß sich ein Bezug zu den frühen Despotien, den magisch-klerikalen Fürstentümern des Mittelaters und zum Absolutismus herstellt. Vieles deutet hier auf das ‘Fest des Marters’, d. h. die vom Souverän angeordnete Demonstration des Rechts als der Macht, die Verkündung und Vollstreckung des Gesetzes ohne Verteidigung und Beweisverfahren, die Brandmarkung oder Zerstörung der mit dem Vergehen in Zusammenhang stehende Körperteile, die unproduktive Vernichtung des Täters. In der neuzeitlichen Gesellschaft ist an die Stelle der Marter die ‘politische Ökonomie’ oder ‘politische Anatomie’ durch Disziplin, Dressur, Gedächtnisbildung, Verschriftlichung und Kontrolle geteten, die ökonomisch kalkulierte Einwirkung auf die Körper und Seelen der Individuen, auf das, was ‘sie sind, sein werden, sein können’. Die ‘zwölf Stunden’ der Einschreibung in dieser Erzählung reflektieren die Erfahrung dieser allseitigen Kontrolle und Verschriftlichung. Innerhalb der Gesellschaftsmaschinerie spielt die Maschine selbst eine zentrale Rolle. Der Arbeitsunfall an der Maschine mag zum Sinnbild für das Leben unter der Maschine überhaupt geworden sein. Damit wäre der Folter-Apparat dieser Erzählung auch ein Bild der Maschine im wörtlichen Sinne: die Maschine wird zur Allegorie der Maschine. Das Leben unter der Maschine beruht nur scheinbar auf einem gerechten Äquivalententausch ‘Leistung gegen Lohn’. Der Arbeitsvertrag, nach dem der Arbeiter seine Arbeitskraft frei verkauft, basiert auf einem vorausgesetzten Machtgefälle, dem Besitz an Produktionsmitteln einerseits und der Besitzlosigkeit andererseits. Dies ist das historische Erbe einer primären Akkumulation, einer vorangegangenen und nachwirkenden ‘Kommandantur’. Das Erbe der Herrschaft geht in die versachlichte Herrschaft der Logik der Mehrwertproduktion ein. Ein ‘Todesurteil’ schreibt dem Produzenten die Maschine lebenslang auf den Leib. Das System des ‘alten Kommandanten’ begründet durchaus das des liberaleren ‘neuen Kommandanten’, genau wie im “Schloß” das feudale das bürokratische begründet. Das Vergangene währt im Gegenwärigen fort. D. h., traditionale und charismatische Herrschaftsformen bleiben hinter der Fassade des Legalen bestehen. Zwar hält der Reisende nicht die Schuld des Verurteilten, sondern die Ungerechtigkeit des Verfahrens und die Unmenschlichkeit der Exekution für zweifellos, aber sein müder Protest und seine Flucht beglaubigen die Richtigkeit der Prophezeiung, daß der Kommandant nach einer bestimmten Anzahl von Jahren aufstehen werde. Man kann also die Welt der Erzählung “In der Strafkolonie” als Bild einer ganz anderen Rechts- und Sozialstruktur nehmen, nämlich als ‘Röntgenbild’ der modernen, demokratischen, ‘humanen’ Gesellschaft, deren Sozialisationsverfahren, deren allseitige Kontrollen und Normierungen, deren Methoden restloser Ausschöpfung der Arbeitskraft usw. sich zu einer ‘Strafmaschinerie’ zusammenschließen, die ihre Opfer lebenslang abtötet.
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중등영어 수준별 교육과정의 효율적 운영을 위한 과제와 교수-학습 방안
제주대학교 인문과학연구소 인문학연구 제7집 2001.12 pp.52-62
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한ㆍ미 청소년 음악단체의 실태비교 - Orchestra구성원들의 의식을 중심으로 -
제주대학교 인문과학연구소 인문학연구 제7집 2001.12 pp.81-93
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