In dieser Erzählung ist die Teilung der Gewalten in eine gesetzgebende, angklagende, veteidigende, richtende und vollziehende aufgehoben. Von diesem Gesichtpunkt aus betrachtet, kann man sagen, daß sich ein Bezug zu den frühen Despotien, den magisch-klerikalen Fürstentümern des Mittelaters und zum Absolutismus herstellt. Vieles deutet hier auf das ‘Fest des Marters’, d. h. die vom Souverän angeordnete Demonstration des Rechts als der Macht, die Verkündung und Vollstreckung des Gesetzes ohne Verteidigung und Beweisverfahren, die Brandmarkung oder Zerstörung der mit dem Vergehen in Zusammenhang stehende Körperteile, die unproduktive Vernichtung des Täters. In der neuzeitlichen Gesellschaft ist an die Stelle der Marter die ‘politische Ökonomie’ oder ‘politische Anatomie’ durch Disziplin, Dressur, Gedächtnisbildung, Verschriftlichung und Kontrolle geteten, die ökonomisch kalkulierte Einwirkung auf die Körper und Seelen der Individuen, auf das, was ‘sie sind, sein werden, sein können’. Die ‘zwölf Stunden’ der Einschreibung in dieser Erzählung reflektieren die Erfahrung dieser allseitigen Kontrolle und Verschriftlichung. Innerhalb der Gesellschaftsmaschinerie spielt die Maschine selbst eine zentrale Rolle. Der Arbeitsunfall an der Maschine mag zum Sinnbild für das Leben unter der Maschine überhaupt geworden sein. Damit wäre der Folter-Apparat dieser Erzählung auch ein Bild der Maschine im wörtlichen Sinne: die Maschine wird zur Allegorie der Maschine. Das Leben unter der Maschine beruht nur scheinbar auf einem gerechten Äquivalententausch ‘Leistung gegen Lohn’. Der Arbeitsvertrag, nach dem der Arbeiter seine Arbeitskraft frei verkauft, basiert auf einem vorausgesetzten Machtgefälle, dem Besitz an Produktionsmitteln einerseits und der Besitzlosigkeit andererseits. Dies ist das historische Erbe einer primären Akkumulation, einer vorangegangenen und nachwirkenden ‘Kommandantur’. Das Erbe der Herrschaft geht in die versachlichte Herrschaft der Logik der Mehrwertproduktion ein. Ein ‘Todesurteil’ schreibt dem Produzenten die Maschine lebenslang auf den Leib. Das System des ‘alten Kommandanten’ begründet durchaus das des liberaleren ‘neuen Kommandanten’, genau wie im “Schloß” das feudale das bürokratische begründet. Das Vergangene währt im Gegenwärigen fort. D. h., traditionale und charismatische Herrschaftsformen bleiben hinter der Fassade des Legalen bestehen. Zwar hält der Reisende nicht die Schuld des Verurteilten, sondern die Ungerechtigkeit des Verfahrens und die Unmenschlichkeit der Exekution für zweifellos, aber sein müder Protest und seine Flucht beglaubigen die Richtigkeit der Prophezeiung, daß der Kommandant nach einer bestimmten Anzahl von Jahren aufstehen werde. Man kann also die Welt der Erzählung “In der Strafkolonie” als Bild einer ganz anderen Rechts- und Sozialstruktur nehmen, nämlich als ‘Röntgenbild’ der modernen, demokratischen, ‘humanen’ Gesellschaft, deren Sozialisationsverfahren, deren allseitige Kontrollen und Normierungen, deren Methoden restloser Ausschöpfung der Arbeitskraft usw. sich zu einer ‘Strafmaschinerie’ zusammenschließen, die ihre Opfer lebenslang abtötet.
목차
I. 서론 II. 전제정치의 세계 III. 현대 사회 IV. 결론 Literaturverzeichnis Zusammenfassung
제주대학교 인문과학연구소 [Institute for Humanities, cheju National University]
설립연도
1995
분야
인문학>기타인문학
소개
본연구소는 문학, 언어학, 역사학, 철학, 예술 교육 등 개별 학문의 발전은 물론, 이러한 여러 분야의 협동 연구를 활성화하여 인문학 전체 발전에 기여하기 의해 설립되었다.
이를 위해 대학의 연구거점을 구축하고 연구성과를 활용한 대학의 교육기능 보완 및 연구의 심화를 통해 대학의 연구경쟁력 제고를 그 목적으로 하고 있으며, 우수한 젊은 연구자 양성과 인문학을 이끌 학문 후속세대양성을 촉진하고, 신진학자들의 발표기회를 제공하고 있다. 특히 지역에 적합한 이른바 제주형 인문학의 연구를 활성화하여 제주국제도시의 개발과 발전을 위한 인문학적 콘텐츠를 개발 제공하는 데 목표를 둔다.