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하인리히 뵐 [Heinrich Boll]

간행물 정보
  • 자료유형
    학술지
  • 발행기관
    한국하인리히뵐학회 [Koreanische Heinrich Boell-Gesellschaft]
  • pISSN
    2234-4993
  • 간기
    연간
  • 수록기간
    2001 ~ 2010
  • 주제분류
    인문학 > 독일어와문학
  • 십진분류
    KDC 810 DDC 895
제8집 (15건)
No

봉정(奉呈) 축사

헌정의 글

구정철 교수 연보

5

하인리히 뵐의 부대로부터의 이탈에 나타난 인간성 문제

구정철

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.16-37

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5,800원

Hiermit ist das Erzählwerk Entfernung von der Truppe von Heinrich Böll, das im Jahre 1964 erschien, bezüglich der ihm eigenartigen Humanität untersucht worden. Die Erzählung ist ganz charakteristisch für ihre Strukturenkomplizität vergleichbar mit einem Uhrwerk, wie der Erzähler schon im Anfang nannte, und die Erzählmethode war ihm so neu, daß sie unter Leserschaften ein großes Interesse hervorgerufen hat. Es ist nicht erstaunlich, daß man beim Lesen der Erzählung den Eindruck bekommt, daß sie ziemlich hart zu verstehen ist wegen der unbestimmten Handlung wie der immer wieder wechselnden Ort und Zeit mit vielfältigen Erzählstoffen aus Kriegsjahren mit sowohl geschichtlichen als auch landkündlichen Hintergründen der Heimatstadt des Erzählers. Wenn der Titel der Erzählung 󰡐Entfernung von der Truppe heißt, es ist nicht klar, um welche Truppe es sich handelt, und der Grundbegriff, daß “Menschwerdung dann beginnt, wenn einer sich von der jeweiligen Truppe entfernt”, ist einem sehr schwer zu verstehen, wenn man ohne Vorkenntnisse von dem Erzähler Heinrich Böll sie zu lesen bekommt. Um so schwieriger zu verstehen, wenn in der Erzählung die fäkalische Arbeit zusammen mit Menschwerden verbunden zur Diskussion gesetzt ist. Da wurde zuerst untersucht, was man unter dem Begriff Truppe verstehen kann. In der Erzählung ist natürlich viel Reden von der deutschen Arbeitsfront, von der Sturmabteilung aber auch von der Wehrmacht. Man kann sie natürlich als Truppen bezeichnen, aber außer diesen militärischen bzw. paramilitärischen Organisationen gibt es noch viele verschiedene truppenähnlichen Institutionen, Systemen und Einheiten, die in der Tat und Kraft nicht ganz anders sind als die Truppen, zum Beispiel Kirchen, politische Parteien, Staaten selbst. Wie befremdlich und prekär der Inhalt der Erzählung auch sein sollte, ist es offensichtlich klar, daß das grundlegende Element der Erzählung nichts anderes ist als die Humanität, die Hauptthese des Schriftstellers. Unabhängig von seiner Behauptung, daß die Geschichte von der Liebe und Unschuld, nicht mehr vom Krieg und Militär handelt, ist es doch klar, daß sie in Wirklichkeit wieder von der Menschlichkeit selbst handelt. Er hat seinen Gedanken in der Weise zum Ausdruck gebracht, daß er Menschen in zwei Arten aufteilt, nämlich sympatische Menschen zu einem, unsympatische zum andern. Bei ihm sind die fäkalische Arbeit, “das erwürdige Handwerk”, wie Schmölder, die Hauptperson der Erzählung, sagt, und die Entfernung von der 󰡐Truppe󰡑 sind wichtigste Unterscheidungskriterien der Menschen wenigstens in der Erzählung. Also die sympathische Personen wie Schmölder und Engel verrichten die fäkalische Arbeit immer bereitwillig, aber umso bereitwilliger entfernen sie sich von der Truppe weil sie der Zuversicht sind, daß “die Menschwerdung erst beginnt, wenn sich einer von der jeweiligen Truppe entfernt”. Außer denen sind noch einige, die man zu sympatischen Menschen zählen kann. Anna und Anton. Die beiden haben keine Gelegenheit, etwas mit dem erwürdigen Handwerk zu tun, aber sie haben starken Willen dazu und waren immer bereit, sich von der Truppe zu entfernen. Anna versuchte wiederholt, das Zuchthaus auszubrechen, als sie nach der Rauferei mit Feldjägern da eingesperrt war. Ihr Sohn Anton war noch mutiger. Er wurde beschuldigt, eine Massenflucht organisiert zu haben und eine Gruppe von Deserteuren zu regelrechten Abwehrkämpfen gegen die “Ordungsorgane der großdeutschen Wehrmacht” formiert zu haben. Da wurde er natürlich erschossen. So gehören in Schmölders Ansichten die obenbenannten Menschen, nämlich Engel, Anna und Anton zu den sympatischen Menschen, dazu gehört auch Schmölder selbst Dagegen ist Johann, der jüngste Bruder, ein ganz anderer Typ. Er war Feldwebel der Infanterie der deutschen Wehrmacht, studierte nach dem Krieg, promovierte, aktivierte als erfolgreicher Geschäftsmann. Im Krieg hat er nicht einmal daran gedacht, sich von der Truppe zu entferen, sondern er hat sich an die Gegebenheiten angepaßt, und zwar er war ein Karrieremacher, er fungierte bestens als ein Opportunist. Da wird er von seiner Mutter Anna selbst als "Miefer" verachtet. Da steht noch eine Person in der Rede, nämlich der evangelische Pastor. In Schmölders Augen ist er eine Inkarnation der Heuchelei. Schmölder könne nicht leiden, was er am Grab seiner Mutter sagte. Es war so peinlich, daß er es nicht wiederholen möchte. Schmölder hofft sogar, daß Engel, wenn die Posaunen des Gerichts ertönen, ihm nicht alle Worte, die er in seinem Leben gesprochen hat wie ein ganzes Gebirge aus Zuckerwatte in den Mund zurückwürgen ( L 2, 298). Da erklärt ihn Schmölder zur unsympatistischsten Person der Erzählung, für weitaus unsympatischer als den Anführer, der ihm und Engel "im Kleid der Ehre" den Schneckensegen erteilte, da er ihn in Zivil blickte und fragte: “Warum tragen Sie nicht das Kleid der Ehre?” (ebenda). Der Pastor ist ein Sinnbild der vielen Seelsorger von damals, die vom Mundwerk voll Lug und Trug lebten. Sie waren diejenigen, die Adolf Hitler segneten, die Soldaten gedankenlos über politische Ideologie oder so etwas wie Menscnenwürde, -rechte nur mit Beten zum Tode schickten und sich dabei ganz frei von jeder Verantwortung fühlten. Freilich hatten sie gar keinen Begriff von der fäkalischen Arbeit noch von der Entfernung von der Truppe zur Menschwerdung. In Schmölders Augen ist also der evangelische Pastor einer von ihnen und gehört nämlich zu den unsympatischen Menschen. Möge diese kleine Schrift dazu beitragen, den Humanitätsbegriff des Schriftstellers Heinrich Böl besser zu verstehen!l

6

5,100원

Diese Arbeit untersucht den Nachkriegsroman des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll und des koreanischen Schriftstellers Bum-Sun Lee. In diesem Bereich ist jeder ein repräsentativer Autor seines Landes. Im Werk der beiden erscheinen ähnliche Züge der Nachkriegsgesellschaft: Staatsmonopolkapitalismus, großer Klassenunterschied durch die kapitalistische Ordnung, Not und Verzweiflung der ärmsten Schichten. Böll ist jedoch in den 50er Jahren in Korea nicht bekannt. So hat er keinen Einfluß auf Lee ausgeübt. In dieser Arbeit wird der Roman Und kein einziges Wort Bölls mit dem Werk Obaltan Lees auf der gleichen Ebene verglichen. In diesen Werken sind die Gestalten durch den Krieg seelisch tief verletzt und haben materiell fast alles verloren. In Und sagte kein einziges Wort und Obaltan leiden die Figuren unter der absolutuen Armut. Sie müßten, um ihr Elend abzuschütteln, die Geschicklichkeit der Tüchtigen übernehmen und in den Konkurrenzkampf der Leistungsgesellschaft eintreten. Fred Bogner in Und sagte kein einziges Wort und Song Chul Ho in Obaltan haben jedoch weder genügend "Energie" noch "Tüchtigkeit" für das kapitalistische Profitstreben. Überhaupt wollen sie sich nicht diesen Wirtschaftssystem anpassen, "das sich auf skrupellose Selbstsucht und auf das Prinzip aufbaut, daß man seinen Vorteil auf Kosten anderer sucht." Die meisten Menschen versuchen jedoch, durch besonderen Fleiß und fortwährende Arbeitsamkeit im täglichen Konkurrenzkampf zu bestehen, und machen sich damit zu Gefangenen dieser verdinglichten Welt. Das, was der Mensch nicht kann, kann sein Geld in der verdinglichten Welt. Böll und Lee wenden sich gegen die spießbürgerlich verdinglichte Welt, in der sich alle menschlichen Werte verkehren. Käte und Fred Bogner in Und sagte kein einziges Wort empfinden ihre Ohnmacht als drückend, doch sie ertragen ihren Zorn und können ihren Haß nicht in eine zielgerichtete Aktion umsetzen. Allerdings haben sie immerhin einen scharfen Blick auf die unmenschliche und verdinglichte Welt. Während Song Chul Ho in Obaltan resigniert sein Schicksal hinnimmt und nicht die Gesellschft für seine Armut beschuldigt, beschuldigt er sich selbst, d.h. seinen Mangel an Tugend. Böll und Lee zielen auf die humane Welt, in der man sein Gewissen nicht verkaufen muß und seine Identität bewahren kann. Nach Fromm äußert sich der Humanismus in den Protesten gegen die Unterdrückung des freien und nonkonformistischen Denkens, gegen das wachsende materielle Elend der Armen, gegen den Ungeist der Dehumanisierung, die den Menschen einer Produktionsmaschinerie unterwirft und ihn zu einem Ding macht. Die Distanzierung von der Umwelt und damit von Konformismus ist für Böll und für Lee eine Voraussetzung dafür, sich vor der Entmenschlichung des Menschen durch den Menschen, durch System, Ordnung und Dogma zu schützen. Ihre harsche Kritik an der Welt, in der das Menschliche zurückgedrängt wird, wurzelt also in ihrer Menschenliebe, die durch Solidarität mit den verletzbaren 'kleinen' Menschen verwirklicht werden soll. (*Sa, Sunok)

7

하인리히 뵐의 국내 연구 상황

정인모

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.54-73

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5,500원

Seit den 70er-Jahren ist Heinrich Böll in Korea sehr bekannt, nicht nur weil er im Jahr 1972 den Nobelpreis für Literatur erhielt, sondern auch weil seine Werke die Menschlichkeit in einer entmenschlichten Gesellschaft zum Gegenstand haben. Bis heute sind die meisten seiner Werke ins Koreanische übersetzt. Den Startschuss für die Böll-Forschung in Korea gab Ik-Hwa Song, der seine Dissertation unter dem Titel ‘Die Darstellung des Kindes im frühen Werk Heinrich Bölls’ 1978 in Deutschland verfasste. Ihm folgten jüngere Forscher wie Min-Ho Hur, Hi-Youl Kim, Choog-Kook Chung, Jung-Chol Ku, Yong-Jwa Suh, Do-Won Yang, Lee-Seob Kim, Dong-Hee Yu, Sun-Ok Sa und In-Mo Jeong, die zahlreiche weitere wissenschaftliche Abhandlungen und Aufsätze über Bölls Werke verfassten. In den 90er-Jahren lässt sich die Böll-Forschung in Korea unter drei Hauptthemen subsumieren. 1. Die Ästhetik des Humanen, die Böll in den meisten seiner Werke konsequent behandelt. 2. Die Böll’sche Gesellschaftskritik. Besonderes widmete sich Choog-Kook Chung wie Jung-Chol Ku Bölls Kritik an der deutschen katholischen Kirche, insbesondere an Klerikalismus und die Scheinfrömmigkeit. Er untersuchte auch Bölls Kritik an der Großbourgeoisie, die das Geldkapital höher schäzt als die Menschlichkeit des Individiuums. 3. Bei den Böll’schen Gemeinschaftsutopien hat Do-Won Yang die philosophische Hintergründe des Utopischen und die Motive ‘Leistungsverweigerung’ in dem Werk 『Gruppenbild mit Dame』 analysiert. Daneben entstanden weitere Arbeiten, etwa über die Verfilmung der Werke Bölls, besonders 『Die verlorene Ehre der Katharina Blum』 von Sun-Ok Sa und die Böll’sche Erzähltechnik von In-Mo Jeong. Im Jahr 2001 wurde mit der Gründung der Koreanischen Heinrich-Böll-Gesellschaft, die aus über 80 Mitgliedern besteht, ein neues Kapitel in der Böll-Forschung aufgeschlagen. So finden jährlich eine Tagung und eine Vorstandssitzung statt, ebenso jedes Jahr wird die Zeitschrift “Heinrich Böll” veröffentlicht. Sie publiziert wissenschaftliche Aufsätze koreanischer und ausländischer Germanisten, etwa Ralf Schnell, Gisela Holfter, Thorsten Päplow. Durch die Gesellschaft wird die Heinrich-Böll-Forschung vertieft und ‘die Humanität Heinrich Bölls’ verwirklicht. In der Zukunft wird die Koreanische Heinrich-Böll-Gesellschaft weiter maßgeblich zur Böll-Forschung in Korea beitragen. Ob jedoch die reduzierte Zahl der Germanisten und die Schwierigkeiten der germanistischen Forschung die Situation dies so weiterhin ermöglicht, bleibt die Frage.

8

볼프강 보르헤르트의 단편소설에 나타난 상징어1)

봉원웅

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.74-101

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6,700원

Wolfgang Borchert, einer der stellvertretenden Dichter der Nachkriegszeit, hat die schwierigen Situationen des 2. Weltkriegs miterlebt. Er wurde mehrmals verhaftet, litt an schweren Krankheiten. Sein kurzes Leben ist wie ein Drama. Beckmann, die Hauptfigur des Dramas 『Draußen vor der Tür』, ist sein Spiegelbild. Da Borchert mit einem jungen Lebensalter von 26 sein Leben beendet hat, konnte er nur wenige Werke hinterlassen. Darunter ein Drama, ein Gedichtband und Kurzgeschichten. Borchert bevorzugt die Kurzgeschichte, da diese Gattung für den heutigen Menschen, der seinen Alltag sinnlos wie gehetzt führt, eine passende Kommunikationsmethode zur Selbstentdeckung ist. In dieser Studie wird, unter besonderer Berücksichtigung auf die 3 Kurzgeschichten, 『Die drei dunklen Könige』, 『Nachts schlafen die Ratten doch』 und 『Das Brot』, die Rolle der Symbole untersucht. Die Gattung ‘Kurzgeschichte’ entstammt aus ‘short story’ der englischen und amerikanischen Literatur. In der Kurzgeschichte wird ein entscheidender Einschnitt aus dem Leben der handelnden Person oder Figur erzählt. Das Wesen der Kurzgeschichte sieht Klaus Doderer in der künstlerischen Wiedergabe eines entscheidenden Lebensabschnittes, eines Schicksalsbruches. Wie Heinz Ischreyt zusammengefaßt hat, werden Borcherts Kurzgeschichten nicht durch eine Pointe geschlossen, sondern durch einen Schock, der durch die leere Öffnung des Widersinns ausgelöst ist. Außerdem wird eine Vielzahl von räumlich getrennt verlaufenden Aktivitäten im Muster eines bestimmten Augenblicks, des tragenden Erzählmoments, gleichzeitig zusammengebunden (Walter Höllerer). In Borcherts Kurzgeschichten treten die Figuren meistens anonym auf. Die Anonymität sowie die Verallgemeinerung der Figuren bedeutet, daß dieser Vorfall bei uns, allen Lesern irgendwo und irgendwann geschehen könnte. Die Kürze der Sätze sowie die Spontaneität der Ausdrücke sind auch andere Merkmale von Borcherts Kurzgeschichten. Die Sätze werden meistens ohne Dekoration und Nebensätze ausgedrückt, wie die Dialoge eines Dramas. Deswegen klingen die Aussagen der Figuren wie eine Klage, die ein verzweifelter Außenseiter ausruft. Das könnte eng damit zusammenhängen, dass Borchert immer wieder starkes Interesse für die Bühnenarbeit zeigte. Das Elend, die Einsamkeit, die Enttäuschung, die Hoffnungslosigkeit, die Verzweiflung, die Entmenschlichung, die Wiederherstellung der Menschlichkeit und Liebe sind die beliebtesten Thematiken von Borchert. Um diese Thematik zu verschärfen, benutzt Borchert in seinen Kurzgeschichten verschiedene Symbole. Während die von den Bomben zerfallene Schuttwüste das Elend, den Zerfall, den Tod, die Angst und die Resignation symbolisiert, werden die Ratten als ein Symbol für Verwesung und Verfall angewendet. Und das Brot tritt als ein Dingsymbol für extrem notwendiges Exsistenzmaterial und dringendste Existenzbedingung auf. Außerdem wird die schwierigste Lage nach dem 2. Weltkrieg durch die Kälte und Dunkelheit betont. Die Jahreszeit ‘Winter’ als Symbol für Tod, Untergang und Katastrophe dient auch dazu. Indem der Hintergrund der Spielräume von Borcherts Kurzgeschichten durch die Dunkelheit bemalt ist, wird der Notstand sowie die Hoffnungslosigkeit nach dem Krieg stark betont. Allen diesen obengenannten negativen Symbolen stehen positive Symbole gegenüber. Indem die Dunkelheit durch die Helle ersetzt wird, bestrahlt das Licht, Symbol für Hoffnung und Erlösung, die Schlußphase des Werkes. Während die weiße Farbe als Symbol für Klarheit, Reinheit, Keuschheit und Unschuld angewendet wird, ist bei der grünen Farbe des Kaninchenfutters die Hoffnung, das Leben und der Friede versinnbildlicht. Außerdem tritt die Sonne als Symbol für Wärme, Leben und Menschlichkeit auf. Während das den schwarzen Ratten gegenüberstehende weiße Kaninchen das Leben symbolisiert, ist das neugeborene Kind ein Symbol für die hoffnungsvolle Zukunft. Außerdem ist, wie Albrecht Weber interpretiert hat, in dem aus Holz geschnitzten Esel die Geduld verbildlicht. Denn der Esel ist ein Tier, das Christus zu Hosianna und zur Kreuzigung trug. Trotz all der pessimistischen Merkmale beherrscht jedoch in Borcherts Kurzgeschichten eine glühende Sehnsucht nach der sehenswürdigen Zukunft. Wie Alfred Bourk analysiert hat, versucht Borchert, dem Leser den Sand aus den Augen zu entfernen, ihn zu eigenem Nachdenken hinzuführen. Mit seinen Kurzgeschichten gibt uns Borchert wohlmeinende Ratschläge, den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren, und die Menschlichtkeit und Liebe möglichst schnell wiederherzustellen

9

5,500원

In dieser Arbeit wird versucht, Probleme der Vergangenheitsbewältigung und der Kommunikation zwischen den Generationen, die in der Geschichte von Herr Sommer vorkommen, zu untersuchen, was in den bisherigen Forschungen nicht so genügend berücksichtigt wurde. Der Ich-Erzähler erzählt im Rückblick von seinen Kindheits- und Jugenderlebnissen, um vom rätselhaften Herrn Sommer zu sprechen, der sehr wahrscheinlich unter seinen Kriegserfahrungen und somit an einer traumatischen Neurose leidet und deshalb ruhelos von Angst erfüllt umherläuft, als ob er von jemandem verfolgt würde. Einmal wird der Erzähler Zeuge, wie Herr Sommer sich ertränkt. Er ist irritiert und unfähig, Hilfe herbeizuholen oder selbst zu helfen. Er schweigt über diesen traumatischen Vorfall jahrelang und etwa nach vierzig Jahren erzählt er davon, um sich von der Last der Vergangenheit und seinem schlechten Gewissen zu befreien, indem er mit jemandem kommuniziert. Seine Erinnerungsarbeit ist im Grunde eine Auseinandersetzung mit dem Trauma und eine konstruktive und bedeutungssuchende Aktivität. Seine Erzählung spiegelt außerdem Nachkriegsdeutschland wider, in dem Schweigen über die NS-Verbrechen und den Krieg vorherrschte, und behandelt das Kommunikationsproblem zwischen den Generationen. Der Erzähler empfindet Mitgefühl mit Herrn Sommer, aber er bemüht sich nicht darum, ihn zu verstehen und ihm zu helfen. Ernsthaftes und ehrliches Interesse zwischen den Generationen und das Bemühen um das Verständnis zwischen den Generationen können das von einer Generation zur anderen sich fortsetzende Trauma heilen.

10

7,500원

Der jüdischstämmige Literaturnobelpreisträger Elias Canetti war von 1934 bis zu seinem Lebensende mit einer Frau verheiratet, die ebenfalls eine ausgesprochene Literaturkennerin war und auch schriftstellerisch tätig war. Doch Veza, so lautet ihr Name, konnte oder wollte sich niemals aus der alles überstrahlenden Aura ihres Gatten lösen, um die eigenen Talente öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Die Haltung Elias’ zu den Qualitäten seiner Frau lässt sich nur anhand bruchstückhafter Überlieferungen nachzeichnen. Ein klares Bekenntnis zur Literatur Vezas fehlt. Ebenso wenig lassen sich deutliche Zeichen der Anerkennung oder gar Unterstützung finden. Ob Canettis Schweigen zur Literatur seiner Frau aus Unkenntnis, Ignoranz oder gar Ablehnung herrührt, bleibt also spekulativ. Gerade daher soll Veza Canetti mit ihrem Werk an dieser Stelle vorgestellt und ihre Beziehung zu Elias nachgezeichnet werden. Die Bekanntschaft von Canetti und der schönen Veza (Venetiana) Taubner-Calderon entwickelt sich im Umfeld der Vorlesungen Karl Kraus’ in Wien der zwanziger Jahre. Die gemeinsame Begeisterung für Literatur bildet von Anfang an einen festen Bestandteil ihrer Beziehung. Elias spart zu dieser Zeit nicht mit Lob über die Klugheit und Schönheit seiner Geliebten. Ein köperlicher Defekt Vezas – ein fehlender Unterarm – bleibt gänzlich unerwähnt. Die Hochzeit beider folgt 1934 nach etwa zehn gemeinsamen Jahren. Doch trotz des ehelichen Bandes sollte Elias Veza niemals ganz gehören. Zahlreiche Namen wie Anna Mahler, Iris Murdoch und Friedl Benedikt kreuzen ihren Lebensweg und gehen intellektuelle, emotionale und auch sexuelle Beziehungen zu Elias ein. Dabei erscheint Elias in der Rückschau derart dominant, dass Canettis Frauen zuweilen zu reinen Karierrebegleiterinnen abgestempelt werden. Der selbstlose Einsatz Vezas zur Geldbeschaffung und zur Haushaltsführung, insbesondere während der kargen Londoner Kriegsjahre, stützen diesen Eindruck. In diesem Umfeld blieb ihr schriftstellerisches Werk im Umfang weit hinter dem ihres Mannes zurück, aber es gibt dennoch einiges Erwähnenswertes. In Wien veröffentlichte Veza ab 1932 einige Erzählungen unter unterschiedlichen Pseudonymen (z.B. Veza Magd, Martina Murner und Veronika Knecht). Erst in den neunziger Jahren wurden ihre Werke unter dem richtigen Namen Veza Canetti vom Carl Hanser Verlag veröffentlicht: Die Gelbe Straße (1990), Der Oger (1991), Geduld bringt Rosen (1992) Schildkröten (1999) und Der Fund (2001). Eine tiefergehende literarische Analyse dieses Fundus steht nach derzeitigem Wissensstand noch aus.

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괴테의 세계문학 개념과 세계문학의 현재적 의미

조우호

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.155-174

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5,500원

er Schriftsteller, der den Begriff der Weltliteratur zum ersten Mal benutzte, war Wieland. Goethe verwendete ihn danach konkret im praktischen und aufklärerischen Sinn. Goethes Weltliteratur ist also zuerst ein von der aufklärerischen Perspektive beeinflusster Begriff. Dennoch ist seine Weltliteratur ein Begriff, der einen Gegensatz zu der Nationalliteratur bildet und einen zukunftsorientierten Charakter zeigt. Sie ist auch eine Literatur, die eng mit der Industrialisierung der Gesellschaft und damit mit der Entwicklung des Verkehrs, der Wirtschaft und der Technik zusammenhängt. Goethe hielt dazu die Weltliteratur für ein Mittel, das nicht nur den Verkehr der Literatur und Kultur in der Welt, sondern auch den der verschiedenen Gedanken zwischen den Schriftstellern der Welt ermöglicht. In diesem Sinne weist sie einen Zusammenhang mit seiner kosmopolitischen Idee auf. Sein Kosmopolitismus interessiert sich vor allem für die ethische und gesellschaftliche Seite des Weltbürgertums. Er präsentiert nicht mehr die “Hausfrömmigkeit”, sondern die Notwendigkeit der “Weltfrömmigkeit”, die eine Toleranz des religiösen Ethos der “Ehrfurcht” und eines von Land und Staat unabhängigen neuen Patriotismus bestimmt. Die Weltliteratur ist und soll jedoch nach Goethe auch eine ideale Gegenwartsliteratur werden, die klassische und romantische, traditionelle und progressive Tendenzen in der Literatur und Kultur in sich vereinigt und dabei den Mangel der zeitgenössischen (National)Literatur kompensieren und korrigieren kann. Sie ist eine Kritik an der mechanistisch kalkulierenden Aufklärung, die sich einseitig nur für die Herrschafts- und Hegemonienlogik interessiert. Die Weltliteratur ist in diesem Sinn noch in unserer Zeit die Literatur und soll in der kommenden Zeit immer diejenige Literatur werden, die in jetziger und künftiger Welt Mensch und Menschheit sowie deren Überlebensbedingung deskriptiv bestimmt und dabei die Bedeutung des Fortschritts in der Wissenschaft und Technik wie in der Kunst und Kultur darstellt.

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서양음악과 여성

최미세

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.175-189

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4,800원

In der Musikgeschichtsschreibung werden Frauen selten gesondert beachtet. Wenn in der Musikliteratur von Frauen die Rede ist, handelt es sich meistens um Sängerinnen oder um Mütter und Frauen von Komponisten. Und die Tatsache, dass keine Komponistin bislang an die Leistung der besten männlichen Kollegen heranreicht, wurde als Indiz für das zweitklassige künstlerisch-kreative Potential der Frau interpretiert. Die Schwierigkeit bei der Erarbeitung eines solchen Themas ergibt sich daraus, dass man verschiedene Fachrichtungen verbinden muss, will man die Zusammenhänge annähernd begreifen: die Musikwissenschaft, die Musikpädagogik, die historische Pädagogik, musiksoziologische und musikpsychologische Ergebnisse sowie feministische Theorien, die sich auf das weiblich-kreative Schaffen beziehen. Auf Musikpädagogischen Gebiet konzentrierte man sich vor allem auf Probleme musikalischer Begabung. Die von Männern so lange aufgestellte Behauptung, Frauen könnten aufgrund ihrer Natur nicht kreativ sein, wurde niemals offengelegt, sondern der Frau eingeredet. Die "Natur" spiegelt sich eine angeblich "natürliche Ordnung" wider, zu der unter anderen auch die Rangordnung des Patriarchats gehört. Das Problemfeld der sozialen Relationen, nämlich die geschlechtsspezifische Sozialisation, wurde ignoriert, so dass der Eindruck entstand, als seien Frauen von Natur aus minderwertig. Frauen sind sowohl durch ihre geschlechtsspezifische Sozialisation, als auch durch historisch gewachsene gesellschaftlichen Zwänge bedingt von Kreativitätprozessen so gut wie ausgeschlossen

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4,500원

은유연구는 언어 자체의 투영만큼이나 오랜 역사를 지녔다. 이미 그리스인들은 은유의 개념체계를 확장하는 힘을 인식하였으며 아리스토텔레스는 오늘날까지 여러 학문분야에서 통용되는 명칭을 부여한 바 있다. 고대 그리스 로마 시대로부터 현대에 걸쳐 은유에 대한 개념정의는 대부분 아리스토텔레스의 전통을 따르고 있다. 고전과 현대 언어학에서 은유연구는 대부분 비유이론 Vergleichstheorie, 치환이론 Substitutionstheorie, 상호작용이론 Interaktionstheorie 에 근거하고 있는 것으로 정리해 볼 수 있다. 또한 현대 언어학에서 가장 활발하게 이루어진 은유에 대한 논의는 화용론적 입장에서 출발한 것이다. 본고는 은유에 대한 언어학적 연구들의 근간을 이루는 이론들의 비교고찰을 목표로 한다. 전통적으로 은유현상은 언어 자체의 역사로서 "한 단어의 다른 층위로의 전이"로 개념화되며, 이 정의는 현대의 은유이론에까지 이어지고 있다. 하지만 은유는 더 이상 시학이나 문체론적 대상일 뿐 아니라 인간의 정신사전에서 중요한 부분을 차지하는 목록이다. 70년대 이후 은유현상은 인지의미론의 중요한 분석대상으로 부각되었다. Lakoff 와 Johnson(1980)의 개념은유이론은 은유를 단어의 영역이 아닌 범주와 개념의 영역으로 보아 의미론의 중심 영역에서 제외되어 온 은유현상을 인지의미론의 핵심영역으로 끌어들였다. 개념은유는 일반적으로 은유적 표현의 상위층위에 있다. 언어표현, 즉 말하는 방식으로서의 은유가 사유방식인 개념은유를 명시하거나 구체화하는 것이다. 다시 말해 은유적 언어표현은 개념은유의 존재에 대한 증거물이라고 할 수 있겠다. 개념은유는 일반화되고 전형적으로 더 추상적인 개념을 목표영역 target domain으로, 더 구체적이거나 물리적인 개념을 근원영역 source domain으로 채택하는 일종의 사상 mapping과정으로 정의된다. 개념은유이론은 전통적으로 수사학, 문학, 문학비평과 언어학에서 다루어 온 의사소통에서의 심미적 기능이나 미적 수사적 효과 층위에서의 은유분석으로부터 탈피하여 은유가 인간의 사고, 이해, 추론, 나아가 인간 사회와 문화에 내재한 심리적 실재성을 창조하는 데 중요한 역할을 담당하고 있다는 새로운 인식을 가능케 하였다. 인지언어학적 관점이 추구하는 종합성은 은유의 보편성과 문화 상대성, 언어습득을 위한 기재, 나아가 광고 분석과 같은 분야에 적용가능하다는 장점을 지니고 있다.

14

4,500원

15

학회 및 회원 소식

한국하인리히뵐학회 하인리히 뵐 제8집 2008.12 pp.216-224

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4,000원

 
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