Wir Menschen leben gesellschaftlich miteinander zusammen. Frauenprobleme sind die Sache eines Zusammenlebens. Die Art und Weise eines gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen ist sachlich und kritisch gut zu begreifen, wenn die ‘Größen’ der gesellschaftlichen Handlungsfähigkeit berücksichtigt werden können. Die Spaltung einer Gesellschaft in unterschiedliche Größen ist der Ausgangspunkt der verschiedenen ideologischen Diskurse. In koreanischen Frauensprichwörtern werden bestimmte gesellschaftliche (Zusammen-) Lebensverhältnisse aufgenommen. Generell gilt: Die gesellschaftlichen Handlungsräume der Frauen waren, sind ‘klein,’ und ihr Klein-sein wurde in den Frauensprichwörtern gespiegelt. Z. B.: “Die Stimme der Frauen soll die Mauern des Hauses nicht überschreiten”; “Ihr Schicksal hängt vom Finger ihres Mannes ab”; “Frauen dürfen nicht zuviel wissen”; “In einer Familie gibt es nicht zwei Häupter”; “Eifersucht abgezogen, bleibt den Weibern das Gewicht von weniger als 2 Geun (Gewichtseinheit, ca. 600 g)” usw. Im allgemeinen: Frauen sind innerlich (im Wissen und Gewissen) und äußerlich (im gesellschaftlichen Handlungsraum) klein, und Männer sind innerlich und äußerlich groß. Frauen sollen insgesamt ‘klein’ - leise, abhängig, wenig, unten, leicht ... - sein und bleiben. Dieses “Sollen” ist der Hinweis darauf, wie sie leben, und ihr Sein ist der Hinweis darauf, wie sie leben sollen. Ihr Sein und Sollen weisen aufeinander hin und stabilisieren sich gegenseitig. Ihr Sollen stammt von ihrem gesellschaftlichen Sein, wie sie klein handelnd leben bzw. lebend handeln. Dieses von einem bestimmten gesellschaftlichen Sein(-sverhältnis) stammende Sollen bleibt gesellschaftlich nicht ohne Wirkung. Dieses Sollen, das sich in den zahlreichen Sprichwörtern und Redewendungen niederschlägt, wird ständig wiederholt und bestimmt auf diese Weise das Denken und Handeln der Frauen und aller Zusammen-lebenden. Das Sollen wird von Frauen und auch von Männern verinnerlicht und konstituiert so ideologische Subjekte, die spontan-freiwillig der bestehenden Ordnung zustimmen. Wenn ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis in Frauensprichwörtern aufgenommen wird, und wenn sie die Seinsweise der Frauen, die Zusammenseinsweise der Frauen und Männer bewirkt, so gilt: Sein wird in bestimmter Weise Sollen und Sollen wird wiederum in bestimmter Weise Sein. Auf diese Weise nimmt das Sollen den Status einer Vermittlung. Sollen vermittelt das gesellschaftliche Sein, wie dies auch umgekehrt der Fall sein muß. Also, Sollen ist Folge und zugleich Ursache des Sein. So weit so gut, nur: die Lage und Anlage des gesellschaftlichen Sein vom gesellschaftlichen Zusammenleben ist ‘vertikal’ gespalten, entfremdet und entfremdend. ‘Zusammen in der Spaltung’ ist gerade die Logik der konfuzianischen Vergesellschaftung: ‘he er fen’ (合而分: Verbindung in Trennung). ‘Da ying’(大凝: großes Gefrieren) war das letzte Ziel der konfuzianischen politisch-ethischen Vergesellschaftung. Sprichwörter sind insgesamt der Ausdruck der bestehenden Vergesellschaftungsordnung und eine Form der Ausdehnung dieser Ordnung: Sie tragen massiv dazu bei, ein ideologisches Lebensverhältnis auszudehnen und zu reproduzieren.
목차
Ⅰ. 소외적 ‘社會化’ Ⅱ. ‘中-邊’과 ‘上-下’의 지형도 Ⅲ. ‘分離’ 속의 ‘調和’ 1. ‘團束’과 ‘斷續’ 2. ‘受動的 能動性’ 혹은 ‘能動的 受動性’ 3. ‘不當周延’인가, 아니면 ‘不當不周延’인가? 4. ‘調和’? Ⅳ. 맺는 말 참고문헌 Zusammenfassung
한독사회과학회 [Koreanisch-Deutsche Gesellschaft Fuer Sozialwissenschaften]
설립연도
1990
분야
사회과학>사회과학일반
소개
독일 또는 독일어권 국가에서 사회과학분야를 전공한 학자들이 독일을 중심으로하여 유럽지역을 한국과 비교연구하기 위한 전문 학술단체임. 한국과 독일학자간에 사회과학분야에서의 공동연구를 심화하고, 이를 기반으로 하여 양국간의 학술교류및 각종 정보를 상호교환하기 위한 모임으로 설립 됨.
간행물
간행물명
한독사회과학논총 [Zeitschrift der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaften]