Ungewohnlich schwierig ist, Jes 40: 1-11 genau zu verstehen. Diese Schwierigkeiten ergeben sich allerdings großtenteils aus den Unklarheiten der Redesituation der durch eine Kette von Aufrufen (V. 1. 2. 3f. 6. 9) miteinander zusammengefugten Abschnitte. Aus dem Text selbst heraus ist nur deutlich, daß die in V. 1f. 9 Angeredeten sich von dem Gottesvolk oder Jerusalem/Zion als Empfanger der Trostbotschaft unterscheiden. Unklar bleiben alle die sonstigen Gesprachspartner, wer hier zu wem unter welchen Umstanden redet, ob derselbe Sprecher von Anfang bis Ende redet oder ob in jedem Abschnitt ein Sprecherwechsel anzunehmen ist. Anhand des Textes allein lassen sich diese Fragen kaum losen. So versuchen viele Exegeten aus dem weiteren Kontext die Redesituation zu erklaren. Sie finden in 52: 7-10, wo die Spaher Jerusalems die Ruckkehr Jahwes zum Zion mit freudiger Erregung wahrnehmen und Israels Heil ausrufen, redaktionelles Pendant zum Prolog 40: 1-11. Der redaktionsgeschichtliche Versuch scheitert aber daran, daß es zwischen beiden Texten die bedeutenden Differenzen und unausgeglichenen Details gibt. Tatsachlich lassaen sich die vielfltigen Schwierigkeiten des Prologs von 52: 7-10 her kaum oder nur schwer losen. Der wahrscheinlich bessere Weg ist wohl, diese programmatische Einleitung zu Jes 40 - 55 traditionsgeschichtlich in einer himmlischen Szenerie zu situieren und zugleich kompositorisch mit dem ebenso charakterisierten Text Jes 6 in Verbindung zu bringen. In der Tat gibt es sowohl terminologische und thematische als sachliche Entsprechungen zwischen Jes 40: 1-11 und Jes 6. Sie finden sich allerdings nicht in so großer Zahl und sind teilweise auch traditionsgeschichtlich zu erklaren. Angesichts der Tatsache, daß der Prolog zum einen im Blick auf Jes 6 insgesamt seine eigene Sprache spricht und auf seine eigene Weise formuliert ist und zum anderen in sich und aus sich selbst nicht voll verstanden werden kann, durfen die Zusammenklange beider Texte jedoch nicht unterschatzt werden. Vor diesem Hintergrund ist Jes 40: 1-11 nicht einfach als programmatische Einleitung zum Deuterojesajabuch aufzufassen, sondern als ein entscheidendes Verbindungsstuck zwischen Gerichts- und Heilsbotschaft, Proto- und Deuterojesaja, womit die Kontinuitat des gottlichen Geschichtshandelns, woran Israel sich bei aller Diskontinuitat seiner Geschichte festhalten mußte, deutlich aufgezeigt wird. Jahwe, der einmal als Gottkonig im Thronrat das grausame Schicksal seines Volkes beschlossen und an ihm das vollige Vernichtungsgericht vollzogen hat, wird damit zum rettenden Gott.
목차
1. 시작하는 말 2. 제2이사야서 안에서의 사 40장 1-5절 3. 이사야서 안에서의 사 40장 1-5절 4. 야훼의 예루살렘 귀환(40:3-5) 5. 맺는 말: 전망
키워드
사 40: 1-11하늘어전회의야훼의 길사 6: 1-11편집적Isa. 6: 1-11Isa. 40: 1-11The Council of YHWHThe Way of YHWHredactional
한국구약학회는 구약연구의 발전을 위해서 서로 협조함으로써, 교회에 봉사하며 신학교육의 향상에 기여함을 그 목적으로 창립하였으며, 구약학의 발전과 학술교류 활동에 관한 아래의 사업을 추진한다;
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4. 신학교육 향상을 위한 노력과 교회에 봉사하는 활동
5. 그 밖에 구약학 연구에 도움이 되는 학술 활동
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구약논단 [The Korean Journal of Old Testament Studies]