Die Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen ab. Wiederholt haben Todesfälle unter Jehovas Zeugen, die mit der Ablehnung von Bluttransfusionen in Verbindung gebracht werden, in den Medien für Aufsehen gesorgt, da die Zeugen Jehovas die Übertragung von fremdem Blut aus religiösen Gründen entschieden ablehnen. Medizinische Behandlungen, auch Bluttransfusionen bedürfen grundsätzlich der Einwilligung des Patienten. Wenn sich ein Zeuge Jehovas gegen eine Transfusion entscheidet, ist dies zu respektieren. Ist ein erwachsener Patient Mitglied der Zeugen Jehovas und trägt dieser eine Patientenverfügung bei sich, die eine Bluttransfusion ablehnt, weil es dadurch zu einer "Zerstörung der Persönlichkeit" des Menschen aus religiösen Gründen komme, so ist auch diese Verfügung verbindlich, sofern sie ernsthaft ist. Bei Minderjährigen ist die Einwilligungsfähigkeit durch den Gesetzgeber bislang nicht geregelt. Minderjährige können grundsätzlich selbst zustimmen, wenn sie ihrer geistigen und sittlichen Reife nach einsichtsfähig sind. Bei Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr muss der Arzt ermitteln, wie einsichtsfähig sie sind und inwiefern sie selbst in die medizinische Behandlung einwilligen können. Einwilligung kann aber nicht eingeholt werden, wenn der Patient einwilligungsunfähig ist. Bei Kindern bis zum 16. Lebensjahr ersetzt die Einwilligung der Eltern in die medizinische Behandlung die Einwilligung der Kinder. Ob die Entscheidungen der Eltern über ihre unmündigen Kinder im Fall lebensbedrohlicher Krankheitsverläufe von den behandelnden Ärzten akzeptiert werden müssen, ist umstritten. Die Ablehnung einer Bluttransfusion für ein transfusionsbedürftiges Kind wäre eine Kindeswohlgefährdung. Bei Kindern ist der Weg über die Übernahme des Sorgerechts durch das Gericht unvermeidlich, falls die Eltern auf der Ablehnung einer lebensnotwendigen Transfusion beharren. Im Rahmen der objektiven Interessenabwägung ist der Grundsatz “in dubio pro vita” zu beachten. Bei erheblicher unmittelbarer Gefahr ist allerdings ein direktes Eingreifen nötig.
목차
I. 서론 II. 여호와의 증인과 수혈거부의 종교적 이유 1. 여호와의 증인에 대한 이해 2. 여호와의 증인이 수혈을 거부하는 이유 III. 수혈거부에 대한 법적 판단 1. 서설 2. 환자의 의료적 자기결정권 IV. 미성년자의 수혈에 대한 부모의 권한 1. 서설 2. 수혈에 대한 부모의 동의 V. 부모의 수혈거부에 대한 조치 1. 서설 2. 의사의 '고양된 설명의무'의 부담 3. 「병원윤리위원회」에 의한 심사 4. 소송상 진료행위방해금지의 청구 5. 친권제한ㆍ상실의 청구 6. 의료계약의 해지 VI. 결어 참고문헌 Zusammenfassung (Abstract)
키워드
여호와의 증인무수혈의료수혈거부동의능력의료적 자기결정권절대적 무수혈특약Zeugen JehovasBluttransfusionin dubio pro vitaEinwilligungsfähigkeitBehandlungSorgerecht
대한의료법학회는 “법학계, 법조계, 의료계가 공동하여 의료법학의 학제적 연구와 판례 평석 등을 통하여 전문분야에 있어서의 법률문화 향상에 기여함을 그 목적”으로 하여 1994년 2월에 태동한 이후 1999년 4월 24일에 공식 출범한 이래 2006년 3월 30일 법무부 산하의 사단법인으로 등록된 세계적 수준의 순수 학술단체이다.